Stellungnahme des Hausplenums des LSKH zu trans- und queerfeindlicher Stickeraktion am Haus

Anfang Juni 2021 kam es zu einer queer*- und trans*feindlichen Sticker-Aktion an den Fensterscheiben des Lesbisch-Schwulen Kulturhauses (LSKH) in der Klingerstraße 6.

Es liegt ein Zusammenhang mit der Identitäten-Kampagne zum IDAHOBITA* des Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt nahe: Plakate der Kampagne wurden von den Fensterscheiben gerissen und an deren Stelle haben Unbekannte queer*- und trans*feindliche Sprüche aufgeklebt. Diese Aktion geschah außerdem kurz nach der Abstimmung im Bundestag über eine mögliche (aber nun wieder blockierte) Änderung des Transsexuellengesetzes (TSG) Mitte Mai, sowie nach dem diesjährigen Lesbenfrühlingstreff (LFT) Ende Mai, in dessen Vorfeld in der Szene heftig über dessen teilweise transfeindliche Inhalte diskutiert wurde.

Mit dieser Stellungnahme will das Hausplenum des LSKH bekanntgeben:

Transfeindliche und anti-queere Aktionen werden von uns nicht geduldet. Trans- und Queerfeindlichkeit ist in der Gesellschaft, aber auch innerhalb der Szene ein Problem, mit dem wir uns auch am LSKH auseinandersetzen. Das LSKH will ein Ort der Solidarität, des Rückzugs und Austauschs für alle Menschen der LSBTIAQ*-Community sein. Hier wollen, sollen und dürfen sich alle Menschen wohlfühlen, die sich z.B. im Coming Out-Prozess Hilfe und Unterstützung suchen, oder/und sich austauschen und vernetzen, queere Gemeinschaft und queere Lebenswünsche gestalten und Politik machen wollen.