Austellung aus dem Fotoprojekt „Max ist Marie“ von Kathrin Stahl

Vom 16.07.2018 bis zum 21.08.2018 beherbergt das LSKH Fotografien trans*identer Menschen aus dem Projekt „Max ist Marie“ .  Jeweils montags von 16-20 Uhr oder nach Vereinbarung besteht die Möglichkeit, die ausgehängten Bilder im 1. OG zu betrachten, auf sich wirken zu lassen und beigefügte Informationstexte zu lesen.

Am Dienstag, den 21.08.2018, findet ab 16 Uhr die Finissage zur Ausstellung statt. Um Reservierung unter lllinfo@gmx.de oder unter der Rufnummer 069/293044 wird gebeten.

Hintergrundinformationen zum Projekt

“Max ist Marie oder Mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind” ist ein Text- und Fotoprojekt der Hamburger Fotografin Kathrin Stahl über und für Menschen mit transidentem Hintergrund. Das Projekt begann mit einem Porträt der Tochter der Fotografin. Danach entstanden zahlreiche Porträts transidenter Menschen in Deutschland und der Schweiz.

Das Projekt wurde und wird in zahlreichen Ausstellungen gezeigt.

Die einfühlsamen Fotos zeigen transidente Menschen in ihrer Umgebung und betonen die Normalität dieser Leben. Es sind Menschen, die studiert haben oder auch nicht, mit Ausbildung oder ohne. Mit Partner, mit Kind, mit Hund oder alleine lebend. Menschen eben. Mit allem, was Ihnen gut tut und Geborgenheit gibt – und mit allem, was sie belastet. Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte, die in begleitenden Texten erzählt wird.

Die Geschichten, die transidente Menschen zu erzählen haben, sind beeindruckend und machen nachdenklich. Sie handeln von Verletzungen, Selbstzweifeln – und von viel Mut und Stärke. Aber auch vom kleinen Glück im Alltag und von Menschen, die für andere da sind.

Mit “Max ist Marie” möchte die Fotografin die trans* Thematik als das “Normale” zeigen, das es ist, als etwas, das Menschen, die sich vorher nicht damit beschäftigt haben, verstehen können wollen und sollen. Etwas, das ganz einfach da ist, so wie es ist.
“Max ist Marie” handelt von Menschen, die im falschen Geschlecht geboren wurden. Menschen, die meist bereits als Kind merkten, dass sie anders sind, als all die anderen Jungs, all die anderen Mädchen, mit denen sie sich eigentlich doch identifizieren sollten. Mit denen sie spielen wollten und es doch nur konnten, wenn sie sich verstellten. Menschen, denen das “Sich-Verstellen”, das “Sich-Anpassen” an das Geschlecht, in dem sie geboren wurden, ein Lebensmuster wurde, das unbeschreiblich viel Kraft kostet und aus dem sie irgendwann ausbrechen müssen, um überleben zu können.

Die Fotografin Kathrin Stahl lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Hamburg. Seit zehn Jahren begleitet sie Menschen dokumentarisch. Nicht nur bei besonderen Lebensanlässen entstehen ihre ausdrucksstarken Reportagen, sondern auch im ganz normalen Alltag von Familien. Als das Thema „Transidentität“ vor sechs Jahren Teil des Lebens der Familie wurde, begann die Künstlerin sich fotografisch damit auseinanderzusetzen.